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Aktuelle Einsatzberichte

25. Jänner 2015 Suchaktion Moschelitzen/ St. Oswald

Am 25.01.2015 gegen 21:10 Uhr wurde der Kommandant der Feuerwehr Bad Kleinkirchheim von der LAWZ telefonisch informiert, dass im Bereich der „Moschelitzen“ eine Suchaktion nach einem abgängigen 32-jährigen Mann aus Ungarn im Gange ist. Nachdem die Zufahrtsstraßen ins Suchgebiet aufgrund der winterlichen Verhältnisse (Schnee und Eis) mit „normalen“ Fahrzeugen nicht befahren werden können, wurde die Feuerwehr Bad Kleinkirchheim zunächst mit einem geländegängigen Einsatzfahrzeug um Unterstützung gebeten. Umgehend rückten zwei Mann mit KLFA zur Polizeiinspektion Bad Kleinkirchheim aus, wo eine gemeinsame Lagebesprechung mit den Kräften der Polizei, Bergrettung und der Feuerwehr stattfand. Schnell wurde klar, dass aufgrund der Größe des Suchgebietes ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr nicht ausreichen würde, worauf weitere Kräfte der Feuerwehr Bad Kleinkirchheim gegen 21:30 Uhr mittels stillem Alarm nachalarmiert wurden. Kurze Zeit später rückten auch RLFA 2000, TLFA 2000 und KRFS zur Polizeiinspektion aus. Es wurden Suchtrupps gebildet, die dann von den Feuerwehrfahrzeugen ins Suchgebiet  (Bereich Fronwiesen, Totelitzen, Aigner Berg, Kiesingeralm und Dolzen) befördert wurden. Die Zufahrt gestaltete sich aufgrund der stellenweise starken Schneeverwehungen schwierig und stellte die Kraftfahrer vor eine besondere Herausforderung. Gegen 02:00 Uhr morgens musste die Suchaktion leider erfolglos abgebrochen werden. Am ersten Tag der Suchaktion wurden mit den Feuerwehrfahrzeugen insgesamt 135km zurückgelegt, im Einsatz standen 15 Mann der Feuerwehr mit vier Einsatzfahrzeugen.

Am 26.01.2015 um 07:00 Uhr fand in der Polizeiinspektion Bad Kleinkirchheim die erste Lagebesprechung mit Vertretern der Polizei, der Bergrettung und der Feuerwehr statt und wurde eine gemeinsame Einsatzleitung gebildet. Um 07:31 Uhr wurden die Kräfte der Feuerwehr Bad Kleinkirchheim mittels stillem Alarm alarmiert. Mit RLFA 2000, TLFA 2000, KLFA und KRFS wurden wiederum Transportfahrten von Einsatzkräften, Suchhunden und diversen Gerätschaften in das zuvor festgelegte Suchgebiet im Bereich Fronwiesen, Totelitzen und Zirkitzen durchgeführt. Gegen 08:30 Uhr wurde von der Besatzung des Polizeihubschraubers der Flugeinsatzstelle Klagenfurt unterhalb des Schwarzkofels (ca. 1670m Seehöhe) ein Lawinenkegel gesichtet. Die Suche wurde ab diesem Zeitpunkt verstärkt im Bereich des Lawinenkegels durchgeführt. Die Suche erfolgte mittels Lawinensonden und Lawinenhunden. Gegen 13:30 Uhr konnte der Abgängige leider nur noch tot von den Einsatzkräften aus der Lawine geborgen werden. Am zweiten Tag der Suchaktion wurden mit den Feuerwehrfahrzeugen insgesamt 219km zurückgelegt, im Einsatz standen 12 Mann der Feuerwehr mit vier Einsatzfahrzeugen. Insgesamt nahmen am zweiten Tag der Suchaktion ca. 120 Einsatzkräfte mit 16 Suchhunden der Bergrettung, der Polizei, des Samariterbundes, der Rettungshundebrigade sowie der Feuerwehr Bad Kleinkirchheim teil.

Bericht Lawienenwarndienst Kärnten

folgender Bericht von ORF.at

Ungar tot unter Lawine entdeckt

Jener 32 Jahre alte Ungar, nach dem seit Sonntag in Bad Kleinkirchheim gesucht worden ist, ist tot aus einer Lawine geborgen worden. Er dürfte 24 Stunden lang unter den Schneemassen gelegen sein. Es ist der erste Lawinentote in dieser Saison in Kärnten.

Der 32-jährige Ungar kehrte am Sonntag nicht von einer Wanderung auf die Moschelitzen zurück. Daraufhin schlug der Quartiergeber Alarm. Fast zwanzig Stunden langen suchten 150 Einsatzkräfte rund um Bad Kleinkirchheim nach dem abgängigen Wanderer. Die Rettungskräfte gingen von Beginn an von einem Unfall aus, weil der Mann, der seit Weihnachten in Bad Kleinkirchheim arbeitete, als sehr zuverlässig galt. Es hieß, der ungarische Saisonarbeiter sei zwar ortsunkundig, aber ein versierter Sportler gewesen. Die Einsatzkräfte suchten ein riesiges Gebiet von Bad Kleinkirchheim - St. Oswald bis zum Falkert ab. Es gab zuerst keinerlei Anhaltspunkte, auch das Handy des Mannes konnte nicht geortet werden. Noch am Sonntag wurde bis 1.00 Uhr in der Früh gesucht.

Verunglückter telefonierte noch mit seiner Mutter

Am Montag wurde im Bereich „Wartniglomm“ ein Lawinenkegel entdeckt und nach dem Vermissten abgesucht. Gegen 13.30 Uhr wurde eine Leiche geborgen - wie sich später herausstellen sollte, handelte es sich um den vermissten 32-Jährigen. Der Leiter der Alpinpolizei, Horst Wohlgemuth, sagte gegenüber dem ORF Kärnten: „Die Ermittlungen haben ergeben, dass die Person gegen 13.00 Uhr von der Unterkunft losmarschiert ist. Er hat gegen 14.00 Uhr noch einmal telefonischen Kontakt zu seiner Mutter aufgenommen. Das war die letzte Spur. Wir vermuten, dass der Unfall zwischen 15.00 und 16.00 Uhr passiert sein muss. Er war quasi 24 Stunden unter den Schneemassen.“

Unglücksstelle Alpinunfall

LPD Kärnten

Die Unglücksstelle im Bereich „Wartniglomm“.

Tod durch Ersticken

Die Retter hofften bei der Bergung aus der Lawine noch darauf, dass der 32-Jährige durch eine Atemhöhle überlebt haben könnte. Ein Arzt sei bei der Bergung anwesend gewesen. Wohlgemuth: "Er hat darauf geachtet, die Bergung so schonend wie möglich durchzuführen, um zu kontrollieren, ob die Person eine Atemhöhle hat. Leider wurde eine solche nicht festgestellt und so kann man davon ausgehen, dass die Person in den Schneemassen erstickt ist.“ Der Tod durch Ersticken wurde laut Polizei auch vom anwesenden Bergrettungsarzt festgestellt.

Großeinsatz der Rettungskräfte

An der Suchaktion nahmen insgesamt 150 Einsatzkräfte der Bergrettung Radenthein, der Alpinpolizei des Bezirkes Spittal an der Drau, Suchhunde der Bergrettung und des Samariterbundes und zwei Polizeidiensthunde sowie Angehörige der Feuerwehr Bad Kleinkirchheim teil. Im Einsatz stand auch der Hubschrauber des Innenministeriums mit Wärmebildkamera. Die Helfer wurden per Hubschrauber ins Suchgebiet eingeflogen, auch Verpflegungstransporte und Suchflüge wurden unternommen.

Unglücksstelle Alpinunfall

LPD Kärnten

Warnung vor Wander- und Skitouren im Alleingang

Die Bergung der Leiche wurde von der Besatzung des Polizeihubschraubers „Libelle Kärnten“ durchgeführt. Nach dem Unglück warnten die Einsatzkräfte am Montag einmal mehr davor, alleine zu Wanderungen oder Skitouren aufzubrechen. 

Bericht orf.at

 

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Mobil: 0043 699 11458692
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